50-jähriges Jubiläum der "Sauerländischen"- Seriensportveranstaltung am 2.10.2011
Als Sauerländische ADAC-Zuverlässigkeitsfahrt begann die Veranstaltungsgeschichte in den 60er Jahren. Die Premiere am 9. Juli 1961 startete in Dortmund um 2 Uhr nachts, eine damals wohl übliche Startzeit. Auch die weiteren Details der Fahrt für Motorroller, Motorräder ohne und mit Seitenwagen sind aus heutiger Sicht etwas ungewöhnlich: Die insgesamt 250 km lange Strecke führte zur Hälfte über öffentliche Straßen ins sauerländische Hemer. Hier wartete auf die Teilnehmer auf dem Standortübungsplatz dann eine anstrengende Geländeprüfung. Einige Teilnehmer hatten diesen Teil der Ausschreibung nicht ausreichend beachtet und nahmen die zehn Runden auf dem schlammigen Parcours à 12 km nur unter Protest und teilweise ohne Geländereifen in Angriff. Harte Zeiten.
Schon im darauf folgenden Jahr erkannte man, dass diese Fahrtaufgaben nicht praktikabel waren. Bis 1970 wurde die Sauerländische nun als Zuverlässigkeitsfahrt von verschiedenen Orten im Gebiet des damaligen ADAC Westfalen-West zum Nürburgring und zurück durchgeführt. Schon zu dieser Zeit wurden Wertungs- und Dauerprüfungen auf der legendären Rennstrecke ausgetragen, es waren insgesamt bis zu 750 km an einem Tag zu fahren. 1971 gab es, aufgrund von Umbauarbeiten am Nürburgring, dann noch einmal eine Veranstaltung ausschließlich auf öffentlichen Straßen im Münsterland, seit 1972 ist nun der Nürburgring der ausschließliche Veranstaltungsort – eine Genehmigung für öffentliche Straßen wurde nicht mehr erteilt. Bis Ende der 80er Jahre war die Sauerländische auf der Nordschleife beheimatet, aus Sicherheitsgründen wechselte der ADAC Westfalen dann auf die Grand Prix-Strecke. In den folgenden Jahren wurde der Durchführungsmodus den aktuellen Entwicklungen immer wieder angepasst und so wurde schließlich aus den „Zuvi`s“ der heutige Motorrad-Seriensport mit einer zweiteiligen Dauerprüfung und der begehrten Sprintprüfung.
Der ADAC Westfalen freut sich, dass zum 50 jährigen Jubiläum das Saisonfinale der diesjährigen Deutsche Motorrad-Seriensport Meisterschaft ausgetragen wird. In ihrer langen Tradition bildet die Meisterschaft weiterhin ein attraktives Breitensport-Betätigungsfeld und hat eine besondere Bedeutung für den ADAC Westfalen. Diese entstand durch zahlreiche erfolgreiche Piloten wie auch Meistertitel, langjährige Veranstalter und Sportwarte aus den Reihen des Regionalclubs, der Seriensport hatte und hat hier immer einen hohen Stellenwert. Der Ausgang der diesjährigen Meisterschaft bleibt mit Spannung zu erwarten: die Vorzeichen stehen gut, dass der eine oder andere Titel von Aktiven des ADAC Westfalen gewonnen werden kann. So könnte man wieder ein bisschen Geschichte schreiben, was zum Jubiläumsjahr natürlich gut passen würde.
Horst-Helmuth Bube, Vorstandsmitglied für Sport im ADAC Westfalen, wie auch Fahrtleiter Ottmar Bange freuen sich auf eine attraktive Veranstaltung und wünschen allen Startern einen unfallfreien, wie auch erfolgreichen Wettbewerb.